Notfallkoffer-Ausstattung und Adrenalin-Autoinjektor
Gemäß Apothekenbetriebsordnung ist in der Apotheke Epinephrin zur Injektion vorrätig zu halten. Die Leitlinie empfiehlt, für Apotheken mit Impfangebot zwei gut handhabbare Darreichungsformen bereitzuhalten, etwa Autoinjektoren zur intramuskulären Verabreichung. Alternativ können auch geeignete Nasensprays bevorratet werden, sofern pro Dosis die erforderliche Wirkstoffmenge verfügbar ist.1
Zur Dosierung von Epinephrin1
- intramuskulär bei Erwachsenen: 0,3-0,5 ml der unverdünnten (1 mg/ml) Lösung (bei Bedarf
- alternativ zwei Nasensprays EURneffy 2 mg (pro Dosis sollten 0,3 bis 0,5 mg Epinephrin verfügbar sein)
Erste Hilfe und Sofortmaßnahmen trainieren
Das impfende Personal muss im Umgang mit den Notfallarzneimitteln geschult sein. Dazu gehört nicht nur die theoretische Kenntnis, sondern auch die praktische Anwendung. Während der Öffnungszeiten sollte zudem ein Ersthelfer anwesend sein; empfehlenswert ist, dass die impfende Apothekerin oder der impfende Apotheker selbst über eine entsprechende Qualifikation verfügt.1
Nachbeobachtung nach der Impfung
Ein wichtiger Bestandteil des Notfallmanagements ist die Nachbeobachtungszeit. Geimpfte Personen sollen nach der Injektion mindestens 15 Minuten unter Aufsicht in den Räumen der Apotheke verbleiben. So können akute Reaktionen frühzeitig erkannt und unmittelbar behandelt werden.1